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Internetradio

 

„ Das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks – wir sehen darin keine Zukunft.“

(Ron Sommer“)

Digitaler Hype mit Perspektive

Dieses Zitat von Herrn Sommer stammt aus dem Jahr 1990 und beweist, dass auch Experten einmal daneben liegen können. In keinem Medium gab es innerhalb einer kürzeren Periode einen so rasanten Anstieg wie bei der Nutzung des Internets. Waren es im Jahre 1997 gerade einmal 6.5% der Deutschen, die das WWW regelmäßig nutzten lag 2013 der Anteil der „Onliner“ in der deutschen Bevölkerung bereits bei 77% (ca. 55 Millionen).

Dass das Internet viele Möglichkeiten der Nutzung anbietet ist bekannt – das Hören von Musik über Radiostreams, das sogenannte „Internetradio“ ist eine davon. Die ARD-ZDF Onlinestudie ergab für das Jahr 2013, dass 13% der deutschen Internetnutzer regelmäßig Internetradio hören – mit steigender Tendenz.

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Die Technik

Grundsätzlich gilt: jeder, der über einen schnellen Internetanschluss verfügt, kann Internetradio empfangen. Der Übertragung liegt das sogenannte „Streaming Audio“ zugrunde, bei der Audiodaten in einem bestimmten Protokoll (z.B. RTP, RTCP oder RSVP) kontinuierlich über ein Computernetzwerk übertragen werden. Empfängerseitig ist neben einem Internetanschluss ein entsprechender Client notwendig, der die o.g. Protokolle unterstützt. Hierbei kann es sich sowohl um Software oder Apps (für PCs und tragbare Endgeräte) als auch um ein Endgerät (Internetradioempfänger oder auch SmartTV bzw. Smart-Receiver) handeln. Hauptkriterien für die Klangqualität sind die Bitrate und das Kompressionsverfahren der übertragenen Daten: zwischen Telefonqualität und CD-Qualität ist alles möglich, gerade letztere wird erzielt, wenn eine hohe Bitrate von 256kbit und mehr für die Übertragung verwendet wird.

IMG_3_Internetradio_11_14Weltweiter Empfang für die Zukunft

Das Angebot an empfangbaren Sendern ist riesig, wie viele Webradiosender es weltweit tatsächlich gibt, lässt sich kaum beziffern, alleine für Deutschland geht man von ca. 3000 Sendern aus, die sich aus „Internet Broadcastern“, also nur über das Netz empfangbare Stationen und „Onlineradio“, der Zweitverwertung anderer Rundfunkprogramme im WWW zusammensetzen. Durch die unüberschaubar hohe Anzahl an Internet Broadcastern kann man konstatieren, dass Internetradio das vielschichtigste Angebot an Sparten- und Themenkanälen (hier reicht die Spanne von Sendern, die ausschließlich Musikstücke eines Künstlers oder Genres präsentieren bis zu reinem Wortradio), welche sich in der Machart deutlich von traditionellen Rundfunk unterscheiden. Für die Rundfunkanstalten bietet die Zweitverwertung ihres Programms die Möglichkeit, Stammhörer, die sich außerhalb des Sendegebietes aufhalten zu erreichen. Dank des kontinuierlichen Ausbaus schneller Internetzugänge und der zunehmenden Verbreitung internetfähiger Mobilgeräte breitet sich die Nutzung von Internetradio immer mehr aus und erfreut sich, auch dank immer höherer Übertragungsraten, zunehmender Popularität.